article

Unsere Brauer

Richard Chambers

Leiter Operations Drittparteien

Als Leiter Operations Drittparteien ist der Brauer Richard Chambers für die Produktion unseres Biers in über 40 Ländern verantwortlich. Das ist wirklich eine Menge Guinness. „Unsere Art zu brauen variiert von Land zu Land. Das muss so sein“, erklärt er. „Aber wo auch immer Sie es trinken, von Panama bis Indonesien, hat unser Bier immer diesen unverwechselbaren Guinness-Geschmack.“ Richard stammt ursprünglich aus Stockport und fing 2001 in unserer Brauerei in London an, bevor er für 11 Jahre nach Afrika ging, um Guinness-Brauereien in Nigeria, Uganda und Kamerun zu leiten. Heute lebt er mit seiner Frau Sally und seinen zwei Kindern an den Ufern des Swan River im westaustralischen Perth.

Ich hatte die Wahl zwischen Brauerei und Genetik. Da habe ich mich für die Brauerei entschieden. Ich habe an der Uni Mikrobiologie und Genetik studiert und dann die nächsten sechs Jahre damit verbracht, meinen Abschluss als Meisterbrauer zu machen.

“Ich dachte, ich wüsste schon alles über die Bierherstellung – bis ich zu Guinness kam. Ich habe schnell erkannt, dass unsere Brautradition eine ganz besondere ist, und so musste ich quasi fast alles ganz neu lernen. Es gibt so viele zusätzliche Schritte im Brauprozess, verschiedene Kessel, spezielle Fachbegriffe ... Selbst jetzt empfinde ich es noch als eine sehr komplizierte Brauart.”

Mein Vater war Brauer, mein Großvater ebenfalls. Ich bin im Vereinigten Königreich aufgewachsen, wo es eine lange Brautradition gibt, und es war gängig, dass man den Beruf der Eltern übernahm.

Ich dachte, ich wüsste schon alles über die Bierherstellung – bis ich zu Guinness kam. Ich habe schnell erkannt, dass unsere Brautradition eine ganz besondere ist, und so musste ich quasi fast alles ganz neu lernen. Es gibt so viele zusätzliche Schritte im Brauprozess, verschiedene Kessel, spezielle Fachbegriffe ... Selbst jetzt empfinde ich es noch als eine sehr komplizierte Brauart.

Bier lebt und atmet. Und so habe ich in meinem Job noch viel Gelegenheit, körperlich zu arbeiten. Natürlich kann es auch zu Problemen kommen: Die Hefe verträgt sich vielleicht nicht mit dem neuen Malzgetreide oder die Geräte können ausfallen. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, muss ich sofort in die Brauhalle und sie beheben.

Bevor ich nach Perth kam, habe ich für Guinness in Uganda gearbeitet, wo ich im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsinitiative ein Anbau-Programm für die heimischen Bauern entwickelt habe. Das war eine unglaubliche Herausforderung. Die Landwirtschaft ist dort vollkommen anders, als wir es in Großbritannien gewöhnt sind. Die Bauern bauen hauptsächlich Baumwolle an und ihr Ernteertrag ist sehr gering.

Wir haben die Gerste auf den Hängen des Mount Elgon ausgesät, dem höchsten Berg Ugandas, weil sie ein kühles Klima braucht, um zu gedeihen. Wir haben die Bauern so gut wie möglich unterstützt und dabei mit US Aid und einem Bankunternehmen zusammengearbeitet. Wir hatten die Hoffnung, auf der Pilotfarm im ersten Jahr mindestens fünf Tonnen Gerste zu ernten, haben es aber nur auf 200 Kilogramm gebracht.

Schließlich zum ersten Mal zu erleben, wie sich die Kapchorwa-Hügel zur Erntezeit gelb färbten und die heimischen Bauern Geld in die Schulbildung und medizinische Versorgung ihrer Kinder investieren konnten, war einfach toll. Jetzt werden in Uganda pro Jahr bis zu 6000 Tonnen Gerste geerntet. Man kann zweimal im Jahr anbauen – das bedeutet zwei Einkommen. Das ist für einen Bauern ein großer Vorteil.

In meinem Job ist kein Tag wie der andere. Ich reise viel, was in meiner Position ganz wichtig ist, aber auch meiner persönlichen Erfüllung dient, weil ich es liebe, Neues zu entdecken und neue Menschen kennenzulernen. Einige meiner langjährigsten und besten Freunde arbeiten für Guinness. Es war immer wie eine große, glückliche Familie – jeder hat die gleichen Wertvorstellungen und ist mit der gleichen Leidenschaft bei der Sache.

Ich bin sehr stolz darauf, dass mein Bier älter und traditionsreicher ist als die anderen Biere. Nichts sonst sieht so aus wie ein Guinness. Nichts sonst schmeckt so wie ein Guinness. Wenn man weiß, wie man Lager braut, dann kann man ein anderes Lager brauen, aber das gibt einem nicht das Recht, das schwarze Bier zu brauen.